Fußball / Kreispokal / Finale 08/09

 

 

Wiesenau - Sportplatz - 01.05.2009 - 15.30 Uhr

 

SV Astoria Rießen - Müllroser SV 98  4:2 (1:0)

 

Astoria Rießen: Jörg Herrmann - Janusz Kostka - Ronny Galle (SF), Sascha Krüger, Tino Heering - Marc Assmann, Maik Scheufel (88. Jörg Hübner), Aike Ruppenthal (88. Philipp Schiller), Ronny Niemack - Dennis Richter (84. Stefan Albinus), Dennis Nemack ; Trainer: Axel Ruppenthal, Reinhard Urban

 

Kader: Sebastian Kahlisch

 

Müllrose: Frank Zimmermann - Tobias Gade - Martin Schuster (80. Martin Heitbreder), Lars Käbisch, Ferdinand Gruner, Steffen Graßnick (SF) - Steve Symonowicz, Sven Meidel - Przemyslaw Karczewski (46. Christopher Sagert) - Dennis Albinus, Christian Stirnat (70. Patrick Semmler) ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick, Steve Augenreich

 

Kader: David Pehle, Christopher Fuhrmann, Marko Blume, Michael Jänisch

 

Tore: 1:0 Maik Scheufel (14.), 1:1 Christopher Sagert (49.), 2:1 Dennis Richter (64.), 3:1 Dennis Nemack (76.), 4:1 Marc Assmann (84.), 4:2 Lars Käbisch (88.)
 

Assists: Steve Symonowicz (Kopfball, 2:4)

 

Ecken: 11:6

 

gelbe Karten: - / Steffen Graßnick, Lars Käbisch

 

Schiri: Sven Lesaar (Frankfurt)
Assistenten: Christian Jahn (Frankfurt), Detlef Harttert (Frankfurt)

Zuschauer: 700
 

Nach 2004 und 2008 verliert der Müllroser SV auch sein 3. Endspiel um den Kreispokal. Gegen die leicht favorisierte Mannschaft aus Rießen gab es auf dem Wiesenauer Kunstrasenplatz vor 700 Zuschaueren eine verdiente 2:4 (0:1) Niederlage. Schon in den ersten Sekunden des Spiels wurde klar, das Astoria den Sieg unbedingt wollte. Schnell und ballsicher wurde der MSV  fast ständig unter Druck gesetzt. Reinhard Löhnert hatte wohl damit gerechnet, stellte seine Angangsformation sehr defensiv auf. Dies ging allerdings zu Lasten der Offensivbemühungen. Albinus und Stirnat bekamen kaum Bälle, Karczewski gedanklich und spielerisch überfordert. So machte Rießen das Spiel, das Tor schien nur eine Frage der Zeit. In der 14. Minute ist es dann soweit. Müllrose mit Stellungsfehler auf der rechten Seite, Maik Scheufel nutzt die Situation und schließt zum 1:0 ab. Astoria hätte in der Folgezeit diese Führung ausbauen müssen, ging aber mit der Vielzahl von Chancen sehr fahrlässig um. Erst in der Nachspielzeit hatte der MSV durch den später in der Pause verletzt ausscheidenden Karczewski mit einem strammen Distanzschuss eine ernsthafte Torgelegenheit (45.+1). Mit Beginn der 2. Hälfte Müllrose - wie von den zahlreichen Fans auch erhofft - endlich engagierter und offensiver. Belohnt werden die Bemühungen mit dem schnellen Ausgleich durch Christopher Sagert in der 49. Minute. Das Spiel nun offen, Rießen verliert kurzzeitig die Souveränität. Doch nur 15 Minuten halten die Müllroser Hoffnungen. In der 64. Minute erzielt Dennis Richter nach einer Standartsituation die erneute Führung für Rießen, MSV-Keeper Zimmermann sah da nicht gut aus. Astoria nun wieder oben auf. Zudem verliert Müllrose nach Karczewski auch noch Stirnat durch Verletzung (70.) Der MSV bleibt ohne Durchschlagskraft, die Angriffe behäbig und umständlich. Astoria erhöhte in der 76. und 84. Minute auf 3:1 bzw. 4:1, die Entscheidung war gefallen. Das 2:4 durch Käbisch im Zusammenspiel mit Symonowicz fällt zu spät, um Astoria Rießen noch ernsthaft zu gefährden (88.). Als Schiri Lesaar - der gemeinsam mit seinen Assistenten eine ordentliche Leistung bot - wenig später abpfiff, jubelte (wieder einmal) der Finalgegner des MSV. Erstmals gewinnt Astoria Rießen den Kreispokal, ein würdiger und verdienter Sieger. Großes Plus und vielleicht auch spielentscheidend war die klar bessere mannschaftliche Präsenz von Astoria auf dem Platz. Das man sich am Vorabend gemeinsam im Mixdorfer Sportzentrum beim Bowling auf das Finale einstimmte mag da nur ein Anhalt dafür sein. Der MSV muss weiter auf einen Titel warten, den Letzten gab es 1995 mit der Meisterschaft in der Landesliga Süd. Nun heißt es die Saison sportlich anständig zu Ende zu spielen, am Mittwoch (18:00 Uhr) bei Post und am Freitag (19:30 Uhr) zu Hause erneut gegen Rießen gibt es die nächsten Punktspiele.

Das Finale selbst war vom ausrichtenden Verein aus Wiesenau gut organisiert, das befürchtete Parkplatzchaos blieb aus und auch die Ordnungskräfte hatten die Situation jederzeit im Griff. Mit dem Kunstrasenplatz mussten beide Mannschaften leben, Fußball bleibt allerdings weiterhin ein Rasensport und sollte auch auf diesem gespielt werden.

Glückwünsche gehen aber an den Kreispokalsieger 2009 aus Rießen, es war sicher nicht der letzte Coup der Ruppenthal-Truppe.


S. Zinke