Fußball / Kreispokal / Finale 07/08

 

 

Neuzelle - Sportplatz - 10.05.2008 - 15.00 Uhr

 

BSV Guben Nord II - Müllroser SV 98  5:1 (0:0)

 

Guben Nord II: Michael Schulz - Philipp Kempe, Maik Kutschke (Thomas Schwöbel), Tim Schulz, Christian Schulz - Marc Metzing, Gabor Schulz, Oliver Boruzki (Silvio Schade), Christian Mai (SF) (Christopher Weber) - Alexander Ost, Jens Nguyenhai ; Trainer: Thomas Schwöbel

 

Müllrose: Marco Hinz - Steve Symonowicz, Christopher Fuhrmann, Ronny Schulze, Ferdinand Gruner - Lars Käbisch (81. Ronny Müller), Marcel Molus - Przemyslaw Karczewski, Steffen Graßnick (SF) - Sebastian Bertram (46. Christian Stirnat), Paul Herrmann ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick, Steve Augenreich

 

Kader: David Pehle, Sven Meidel, Sebastian Tuband, Frank Zimmermann, Michael Jänisch

 

Tore: 0:1 Marcel Molus (68.), 1:1, 1:2 Marc Metzing (72./FE, 80.), 1:3 Thomas Schwöbel (85.), 1:4 Alexander Ost (87.), 1:5 Thomas Schwöbel (89.)
 

Assists: Przemyslaw Karczewski (Pass, 0:1)

 

Ecken: 5:8

 

gelbe Karten: Christian Schulz / Marcel Molus, Steve Symonowicz, Ronny Schulze

 

Rot: Ronny Müller (MSV, nach Spielende)

Schiri: Rolf Richter (Diehlo)
Assistenten: Pascal Reisner (Eisenhüttenstadt), Martin Titz (Eisenhüttenstadt)

Zuschauer: 350
 

Nichts stimmte so richtig an diesem Tag in Neuzelle für den MSV und seine vielen Fans. Das Wetter (Schauer statt versprochenem wolkenlosem Himmel), der Schiedsrichter (im Finale sollten die Besten pfeifen), der Gegner (hat man eigentlich gegen die I. gespielt !?), das Ergebnis (am Ende ein Debakel). Vor allem die Besetzung des Schiedsrichtergespannes sorgte bereits im Vorfeld und vor allem nach Spielende für viel Gesprächsstoff. Warum die Auswahl auf den 57jährigen Rolf Richter fiel bleibt wohl ein Geheimnis der Verantwortlichen des Fußballkreises. Da hat man nun schon Schiris wie Herkt, Mattig oder Hähnel im Kreis und entscheidet sich für einen zwar alt gedienten, aber in der Vergangenheit nicht immer überzeugenden Rolf Richter. Und das er nicht zu den Besten gehört bewies Richter vor allem in der 2. Halbzeit. Der MSV konnte bis auf Dennis Albinus (er musste sich familiären Verpflichtungen fügen) seine beste Mannschaft aufbieten. Auch der BSV bot das Beste auf, was Spielordnung und Kader der I. Mannschaft zuließen. Die Mannschaft so schwer ausrechenbar für die Müllroser. Müllrose in der ersten Halbzeit mit den besseren Chancen. Die erste hat Molus nach Eckball in der 9. Minute. Kurz darauf verfehlt Steffen Graßnick das leere Tor, Torhüter Michael Schulz irrte noch ziellos durch den Strafraum. Ein Freistoß von Przemyslaw Karczewski kann Schulz dann aber gekonnt entschärfen (19.). Fast die Führung für die Gubener, als Müllroses Hinz daneben fasst (27.). Paul Herrmann in der 33. Minute frei vor dem Gubener Tor in Position, doch der Ball verspringt ihm. Guben selten vor dem MSV-Tor, wenn dann aber kreuzgefährlich. So geschehen in der 35. Minute. Großer Jubel als Herrmann in der 42. Minute das vermeintliche 0:1 erzielt. Herrmann läuft an seinem Gegner vorbei, doch der Assistent sieht eine Abseitsposition, das Tor wird nicht gegeben. Mit 0:0 geht es in die Pause, ein durchaus akzeptables Zwischenergebnis für beide Mannschaften. In der 46. Minute kommt Christian Stirnat für den bis dahin glücklosen Sebastian Bertram. Die Wucht und Dynamik Stirnats belebt das Müllroser Offensivspiel deutlich. In der 57. Minute scheitert Stirnat knapp nach Ablage von Herrmann. Dann fällt endlich das erlösende Tor für die Müllroser. Nach Eckball kommt der Ball zu Przemyslaw Karczewski, der zu Marcel Molus und mit der Hacke befördert dieser den Ball ins Tor. Nach Diskussion mit seinem Assistenten (der zeigte ein vermeintliches Foulspiel eines Müllrosers an) gab Schiri Richter das Tor. Offensichtlich dachte Richter über diese Entscheidung noch nach, als er in der 71. Minute Silvio Schade im Strafraum der Müllroser liegen sah. Den vom Schlitzohr Schade herausgeholten Foulelfmeter darf man durchaus als Konzessionsentscheidung verstehen. Marc Metzing trifft, Hinz ist mit den Fingerspitzen noch am Ball. Richter verliert die Kontrolle über das Spiel, pfeift kleinlich fast jeden Zweikampf ab. So gibt er in der 80. Minute Freistoß für Guben 18 Meter vor dem Müllroser Tor, Richter sah ein Foulspiel von Schulze. Der schön geschossene Freistoß trifft die Unterkante der Latte, springt nach vor und von Marko Hinz über die Torlinie. Fast im Gegenzug die große Möglichkeit für Christopher Fuhrmann zum 2:2. Doch sein Kopfball findet den Weg nicht ins Tor. Müllrose öffnet das Spiel und Guben nutzt das eiskalt aus. Die Tore in der 85., 87. und 89. Minute sind das Resultat einer nun zusammenfallenden Müllroser Mannschaft. Das Ergebnis am Ende deutlich und schmerzhaft, jedoch eindeutig zu hoch. Doch danach fragt in wenigen Tagen keiner mehr. In Erinnerung bleiben wird die tolle Unterstützung der vielen Müllroser Fans und eine dem Finale nicht gerecht werdenden Leistung des Schiedsrichters. Glückwunsch an den BSV Guben Nord II - und in der nächsten Woche dürfen dann auch sicher wieder alle Spieler der II. Mannschaft spielen. Aber vielleicht lag es ja doch am Wetter - wolkenloser Himmel .....von wegen.


S. Zinke