Fußball / Kreispokal / Achtelfinale

 

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg - 31.10.2007 - 13.30 Uhr

 

Müllroser SV 98 - 1. FC Guben II  6:3 n.V. (2:1, 3:3)
 

Müllrose: Frank Zimmermann - Steve Symonowicz (111. Felix Neß), Ferdinand Gruner, Christopher Fuhrmann, Michael Jänisch - Sebastian Tuband (59. Lars Käbisch), Ronny Schulze, Steffen Graßnick - Dennis Albinus (59. Sven Meidel), Paul Herrmann (SF) - Sebastian Bertram ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick

 

Tore: 1:0 Sebastian Bertram (2.), 2:0 Paul Herrmann (3.), 2:1 Michel Domain (28.), 3:1 Paul Herrmann (48.), 3:2 Sebastian Frank (53.), 3:3 Michael Kaluza (54.), 4:3 Paul Herrmann (97.), 5:3 Sebastian Bertram (99.), 6:3 Lars Käbisch (119.)
 

Assists: Dennis Albinus (Querpass, 1:0), Dennis Albinus (Anspiel, 3:1), Ronny Schulze (Flugball, 4:3), Sebastian Bertram (Ablage, 4:3), Lars Käbisch (Steilpass, 5:3), Felix Neß (Eingabe, 6:3)

 

gelbe Karten: Michael Jänisch, Sven Meidel / Tino Friedenberger

Gelb-Rot: Tino Friedenberger (Guben/104.)

Schiri: Steffen Herkt (Neuzelle)
Assistenten: Robert Domachowski (Eisenhüttenstadt), Dietmar Peschel (Eisenhüttenstadt)

Zuschauer: 60
 

Vier Tage nach dem Punktspiel-Remis gegen die Neißestädter zogen die Schlaubetaler gegen diesen Kontrahenten in einem torreichen Pokalmatch erwartungsgemäß ins Halbfinale, wenngleich sie dafür aber eine Verlängerung brauchten. Jetzt lockt sogar das Finale, das die Müllroser unter ihrem damaligen Trainer-Duo Burkhard Molus/Ralf-Norbert Greschke letztmalig in der Saison 2003/2004 erreicht hatten.
Das Weiterkommen war für die favorisierten Löhnert-Schützlinge ganz offensichtlich eine klare Sache, denn sie legten einen furiosen Start hin. Denn ehe sich die Gubener Landesliga-Reserve versah, lag sie durch Treffer von Sebastian Bertram und Paul Herrmann auch schon nach nur drei Spielminuten mit 2:0 hinten. Danach hätten beide Torschützen mit weiteren Möglichkeiten den Vorsprung sogar noch ausbauen können (4./5.). Hingegen blieb MSV-Schlussmann Frank Zimmermann auf der Gegenseite zunächst völlig beschäftigungslos. Als aber später beim ersten nennenswerten Angriff des 1. FCG II Innenverteidiger Christopher Fuhrmann nahe der Strafraumgrenze einen Freistoß verursachte, hämmerte Michel Domain die Kugel an der nicht optimal stehenden MSV-Abwehrmauer vorbei zum 2:1-Anschlusstor ein (28.). Ziemlich verdutzt schauten jetzt die bis dahin überlegenen Einheimischen drein, zumal der Treffer so unhaltbar nicht schien. Noch mehr Verblüffung auf Müllroser Seite nach der Pause, als nach Herrmanns 3:1 (48.) -Dennis Albinus hatte hierbei bestens für seinen Kapitän aufgelegt-, die von Bunjaku angetriebenen Gubener mit einem Doppelpack von Sebastian Frank und Michael Kaluza innerhalb von nur 85 Spielsekunden das 3:3 herausholten ((53./54.), allerdings begünstigt durch die MSV-Innenverteidigung. Jetzt schien der schon sicher geglaubte Müllroser Pokalsieg plötzlich doch noch in Gefahr zu geraten. Zwar ging nun ein Ruck durch die MSV-Reihen, zudem warf Trainer Reinhard Löhnert mit der Doppeleinwechslung Sven Meidel/Lars Käbisch zwei frische Offensivkräfte ins Kampfgetümmel (59.). Aber weil Albinus einen "Riesen" versiebte (57.), eine Graßnick-"Granate" aus dem Eck geholt wurde (81.), die MSVer gleich mehrere Male ins Abseits rannten und "Paule" Herrmann einen Kopfball nur an die Querstange wuchtete (84.), musste eine Verlängerung her. Die stand dann aber ganz im Zeichen des Kreisliga-Sechsten. Hier bereitete dessen Routinier Ronny Schulze mit einem weiten Flugball auf Bertram das 4:3 durch den dreifachen Torschützen Herrmann vor (97.), dann servierte Käbisch die Kugel mit einem Steilpass auf Bertram, der zum 5:3 traf (99.), und schließlich drückte Käbisch per Kopf eine maßgerechte Neß-Eingabe zum 6:3-Endstand gegen die inzwischen in Unterzahl spielenden Gäste ein (119.). Ein über weite Strecken kampfbetontes, kurzweiliges Pokalspiel unter der sicheren Spielleitung von Steffen Herkt (Neuzelle) hatte damit einen verdienten, wenn auch späten Sieger.
MSV-Trainer Reinhard Löhnert: "Ich bin natürlich mit dem Weiterkommen, aber auch mit der insgesamt gezeigten Leistung meiner Mannschaft zufrieden, die besser war als im Punktspiel gegeneinander. Nun hoffen wir, im März auch das Halbfinale überstehen zu können".
Eberhard Grabowski, Trainer des 1. FC Guben II: "Wir hatten zwar von vornherein nicht allzuviel Hoffnung auf den Einzug in die nächste Runde, aber als es nach einer knappen Stunde 3:3 stand, schien dann doch für uns etwas drin zu sein. In der Verlängerung klärten sich dann jedoch die Fronten verdientermaßen zugunsten der Gastgeber".

W. Eger