Fußball / Kreisliga / 27. Spieltag:

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg - 19.05.2007 - 15.00 Uhr

 

Müllroser SV 98 - Post SV 28 Frankfurt  2:1 (2:0)
 

Müllrose: Marko Hinz - Sebastian Bertram, Ronny Schulze, Carsten Luka, Michael Jänisch - Lars Käbisch, David Pehle (59. Dennis Albinus), Sven Meidel - Steffen Graßnick - Paul Herrmann (SF/90. Stefan Pawlukojc), Steve Symonowicz (79. Felix Neß); Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick
 

Tore: 1:0 Steve Symonowicz (30.), 2:0 Paul Herrmann (38./Foulelfmeter), 2:1 Ronny Horn (83.)

 

Gelbe Karte für den MSV: Sebastian Bertram, Carsten Luka, Dennis Albinus
 

Schiri: Michael Jungwirth (Frankfurt/Oder)
Zuschauer: 80
 

Im Spitzenspiel gegen den erst kürzlich gekürten Kreispokalsieger kam der MSV 98 nicht nur zu seinem 20. Saisonsieg, sondern gleichzeitig wurden die Postler von den Schlaubetalern im seit 2001 zwölften Kreisligaspiel gegeneinander nun zum neunten Male bezwungen. Auffällig war, dass die Frankfurter über weite Strecken zwar die größeren Spielanteile besaßen, aber dennoch nur wenig Torgefahr vor dem Hinz-Gehäuse zustande brachten. Anders die Müllroser. Konnte ein platzierter Freistoß von Lars Käbisch noch abgewehrt werden (22.), und ein kreuzgefährlicher Herrmann-Kopfball -Graßnick und Meidel hatten "Paule" blitzschnell in Szene gesetzt- mit einer Glanzparade vom Post-Keeper Weimar gerade noch über die Querstange gelenkt werden (26.), so brachte dann eine sehenswerte Aktion die Führung für die Gastgeber. Herrmann zog aus der eigenen Hälfte über die linke Außenbahn auf und davon, schüttelte den rechten Außenverteidiger der Postler ab, und bediente mit einem halbhohen Querpass den heransprintenden Steve Symonowicz, der trotz Bedrängnis aus vollem Lauf die Kugel zum 1:0 einhämmerte (30.). Ein toller Treffer. Als der Kreisligatorschützenbeste kurz darauf mit ähnlichem Tempo von der rechten Seite in den Post-Strafraum eindrang und daraufhin von Pesch gelegt wurde, erhöhten die Müllroser per fälligem Strafstoß auf 2:0, denn Herrmann selbst traf vom Punkt platziert ins linke untere Toreck (38.). Das war Saisontreffer 43 für ihn. Während danach ein knallharter Symonowicz-Flachschuss äußerst knapp daneben ging (42.), hatte Post zwischenzeitlich nur zwei Tormöglichkeiten. So als Sven Meidel am Strafraum ein Handspiel fabrizierte und danach, als MSV-Außenverteidiger Sebastian Bertram einen riskanten Rückpass auf Marko Hinz spielte, so dass der Schlussmann Kopf und Kragen riskieren musste, um per Fuß zur Ecke zu klären. Im zweiten Spielabschnitt waren die Postler, die in Boer (Abwehr) und Woite (Mittelfeld) ihre auffälligsten Akteure hatten, um den Anschlusstreffer bemüht, aber vor allem an der MSV-Innenverteidigung (Luka, Schulze) kamen sie nicht vorbei, auch wenn Hinz von Bischoff (71.) und Hahn (81.) mit Flachschüssen geprüft wurde. Als aber Horn an der Grundlinie mit beiden Händen Ronny Schulze umstieß, was unbedingt hätte gepfiffen werden müssen, und aus spitzem Winkel abdrückte, musste Hinz dann doch noch hinter sich greifen (2:1/83.). Dadurch ging es in den letzten Spielminuten noch turbulent zu. Erst verhinderte der Frankfurter Schiri-Assistent Volker Michael mit einer unübersehbar fehlerhaften Abseitsentscheidung ein mögliches Tor von Dennis Albinus (84.), dann beförderten Weimar und Boer den Ball nach Knallern von Herrmann (89.) und Felix Neß (90.) spektakulär von ihrer Torlinie, als der MSV mit einer Eckenflut den dritten Treffer erzwingen wollte. Aber es reichte auch so, "denn", so Löhnert, "es war ein vollauf verdienter Sieg". Hingegen verblüffte Post-Trainer Uwe Wieland mit dem Fazit, seiner Mannschaft sei "ein Remis entgangen".

W. Eger