Fußball / Kreisliga 07/08 / 26. Spieltag:

 

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg - 03.05.2008 - 15.00 Uhr

 

Müllroser SV 98 - FSV Dynamo Eisenhüttenstadt  1:2 (0:1)
 

Müllrose: Marko Hinz - Steve Symonowicz (78. Michael Jänisch), Christopher Fuhrmann, Ronny Schulze, Ferdinand Gruner - Przemyslaw Karczewski, Lars Käbisch (85. Dario Bossan), Marcel Molus, Steffen Graßnick (SF) - Dennis Albinus, Sebastian Bertram (79. Sven Meidel) ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick

 

Dynamo: Mathias Kliesch - Christoph Sader, Diego Schwagerick, Maik Schwagerick - Daniel Friedrich, Alexander Schönfeld (46. Dimitrij Filatkin), Sergij Frühauf, Christian Schneider (SF), David Christen (66. Dimitrij Kozlov) - Philip Ukpabia, Daniel Postler ; Trainer: Dirk Liedtke

 

Tore: 0:1 Diego Schwagerick (42.), 1:1  Przemyslaw Karczewski (55.), 1:2 Dimitrij Filatkin (74.)

 

Assists: Dennis Albinus (Flanke, 1:1), Steffen Graßnick (Pass, 1:1)

 

Ecken: 5:6

 

Gelbe Karten: Christopher Fuhrmann, Steve Symonowicz / Dimitrij Kozlov

 

besonderes Vorkommnis: Schiedsrichter Steffen Herkt muss in der 85. Spielminute das Spiel wegen Zuschauerausschreitungen für 2 Minuten unterbrechen

 

Schiri: Steffen Herkt (Neuzelle)

Assistenten: Christian Jahn (Frankfurt), Peter Günther (Frankfurt)

Zuschauer: 103
 

Vor dem Anpfiff gingen die meisten Zuschauer - auch die Müllroser - von einem klaren Erfolg des Tabellenführers aus. Müllrose vor dem Spiel in 5 Punktspielen sieglos und  in den letzten 3 Partien gegen Dynamo mit 13 Gegentoren. Trotz Heimspiel die Mannschaft in der Position des Außenseiters. Der MSV ohne Herrmann, Müller und Tuband, Trainer Löhnert konnte allerdings auf den erfahrenen Marcel Molus zurückgreifen. Aber auch die Gäste mit Aufstellungssorgen. Dirk Liedke musste auf die Stammkräfte Klein, R. Sader und Kretschmann verzichten. Überraschend bestimmte der Gastgeber in den ersten Minuten das Spiel. Die größte Torchance hatte Dennis Albinus in der 7. Minute. Deutlich über die gesamte Spielzeit das technisch bessere Spiel der Dynamos. Zwingende Torchancen gab es auf beiden Seiten kaum, dennoch die Begegnung sehr kurzweilig. Der MSV ging mit seinen Standarts sehr fahrlässig um, schuf in diesen Situationen kaum Torgefahr.  In der 41. klärt Müllroses Torwart mit einem Reflex zum Eckball. Diesen nutzt Dynamo zur 1:0 Führung. Hinz bekommt den Ball nicht aus dem Strafraum und Diego Schwagerick ist mit mit dem Kopf zur Stelle (42.). Ein ärgerliches und vermeidbares Gegentor kurz vor der Halbzeit. Der MSV lässt sich nicht entmutigen und drängt nach dem Wechsel weiter Richtung Dynamo-Tor. Diese Bemühungen werden in der 55. Minute belohnt. Ferdinand Gruner spielt auf der linken Seite Dennis Albinus an, der kann sich durchsetzen und passt zu Steffen Graßnick im Strafraum. Mit gutem Auge sieht Graßnick den frei stehenden  Karczewski und dieser kommt mit seinem 2. Saisontor zum 1:1 Ausgleich. Nun sind die Dynamos wieder gefordert, denn ein Unentschieden würde die Verfolger Viktoria und Post wieder in das Titelrennen zurück bringen. In der 62. Minute reagiert Hinz mit einem Reflex prächtig und auch D. Schwagerick bringt den Ball nicht im Müllroser Tor unter (68.). Doch in der 74. Minute schlägt sich der MSV - wie so oft in den letzten Wochen - mal wieder selber. Ballverlust im Mittelfeld, Dynamo spielt schnell nach vorne, die Müllroser Abwehr wird ausgespielt und Dynamo führt durch Filatkin mit 2:1. Der MSV findet nicht die spielerischen Mittel, um die Gäste noch ernsthaft in Gefahr zu bringen. Sebastian Bertram als Sturmspitze bemüht aber überfordert, von der Bank fehlen die Alternativen für die Offensive. Die Mannschaft jedoch  bis zum Schluss mit Kampf und hohem Einsatz um den Ausgleich bemüht. In der 80. Minute landet ein Ball von Karczewski an der Latte, die beste Gelegenheit der Schlaubetaler. Ein Punkt wäre drin gewesen für den MSV und sicherlich auch verdient. Dennoch geht der Sieg des FSV Dynamo in Ordnung, die technisch und spielerisch bessere Mannschaft setzte sich am Ende durch. Der MSV zeigte eine respektable und ansprechende Leistung, die für das in einer Woche stattfindende Pokalfinale hoffen lässt. Man muss sich derzeit mit den kleinen Erfolgen zufrieden geben und das Spiel gegen den Tabellenführer muss man nach den gezeigten Leistungen der letzten Wochen durchaus als Fortschritt bezeichnen. Ärgerlich die individuellen Fehler, die Mannschaft und Spiel immer wieder zurückwerfen. Bester Mann auf dem Platz war Schiri Steffen Herkt, der mit seinen Assistenten das Spiel sehr souverän leitete. Herkt musste das Spiel in der 85. Minute für 2 Minuten unterbrechen, nachdem es am Spielfeldrand zu Zuschauerausschreitungen kam. Es gab tätliche Auseinandersetzungen zwischen Müllrosern  und Fans von Dynamo, die ganz offensichtlich von den Müllrosern ausgingen. Ein spannendes und gutklassiges Kreisligaspiel erhielt so ein faden Beigeschmack, dem Ansehen von Verein und Mannschaft des MSV wurde durch diese Chaoten schwerer Schaden zugefügt. Nur unter Polizeischutz konnten die Dynamofans den Sportplatz verlassen.

 

 

S. Zinke