Fußball / Kreisliga / 26. Spieltag:

 

Gastrose - Sportplatz - 13.05.2007 - 14.00 Uhr

 

SG Eintracht Groß Gastrose - Müllroser SV 98  2:5 (1:2)
 

Müllrose: Michael Zentner - Sebastian Bertram, Christopher Fuhrmann (11. Dennis Albinus), Ferdinand Gruner; Carsten Luka - Ronny Schulze - Lars Käbisch (75. David Pehle), Steffen Graßnick (81. Felix Neß), Michael Jänisch - Paul Herrmann (SF), Steve Symonowicz; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick
 

Tore: 0:1 Paul Herrmann (10.), 0:2 Steffen Graßnick (12./FE), 1:2 Oliver Schulz (41./FE), 1:3 Steve Symonowicz (52.), 1:4 Dennis Albinus (60.), 1:5 Steffen Graßnick (80.), 2:5 Oliver Schulz (89./FE)

 

Gelbe Karte für den MSV: Sebastian Bertram, Carsten Luka, Ferdinand Gruner, Michael Jänisch
 

Schiri: Patryk Mettke (Guben)
Zuschauer: 42
 

Der MSV hatte Tabellenplatz zwei zwar für rund 24 Stunden an den FSV Dynamo abgeben müssen, weil die Löhnert-Schützlinge in Gastrose erst sonntags ran mussten, aber mit einem ordentlichen Auswärtsauftritt holten sich die Schlaubetaler dann ihre bisherige Platzierung zurück. In der von einem Landesklassen-Schiri geleiteten Partie, in der der 19-Jährige achtmal Gelb (4/4) zückte und drei Foulstrafstöße verhängte, dominierten die Gäste nahezu durchweg. Vor allem präsentierten sie sich spielerisch besser als in den drei vorangegangenen Begegnungen und mit Steve Symonowicz neben Paul Herrmann wurde auch mehr Druck in der Spitze erreicht. Das zahlte sich dann auch aus. Herrmann holte nach präzisem Zuspiel von Steffen Graßnick mit Saisontreffer 42 schon frühzeitig die 0:1-Führung heraus (10.), und als der Kreisligatorschützenbeste bei einem seiner schnellen, langen und energischen Vorstöße im gegnerischen Strafraum von Lehmann gestreckt wurde, erhöhte Graßnick per Foulelfer auf 0:2 (12.). Danach bis zur Pause gingen die Müllroser jedoch einige Male ziemlich verschwenderisch mit ihren Einschussmöglichkeiten um (Käbisch), so dass aus einer klaren Halbzeitführung nichts wurde. Konnten die Einheimischen zunächst einen indirekten Freistoß wegen eines strafbaren Rückpasses, fabriziert zwischen Außenverteidiger Carsten Luka und Schlussmann Michael Zentner, nicht nutzen, so trafen sie dann aber durch Schulz per Foulelfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer (41.), nachdem der Gastroser Kossat bei einem Zweikampf mit Sebastian Bertram zu Fall gekommen war. Nach dem Wechsel steuerte der MSV dann ungefährdet seinem 19. Saisonsieg entgegen, denn Symonowicz traf nach Graßnicks Vorarbeit zum 1:3 (52.), Dennis Albinus hämmerte eine Freistoßablage von Luka zum 1:4 ein (60.), und der erneut auffällige Graßnick bugsierte bei einem Strafraumgewimmel mit seinem 10. Saisontreffer die Kugel zum 1:5 über die Torlinie (80.). Dass der Dreizehnte noch verkürzen konnte, verschuldete Michael Jänisch mit einem unnötigen Strafraum-Foul an Rietschel, wonach erneut Schulz vom Punkt den ansonsten wenig beschäftigten Zentner überwand (89.). Weil vor allem Herrmann, der weitaus mehr Bewegungsfreiheit als in den letzten Spielen hatte, da dessen Gefährlichkeit offenbar nicht bis nach Gastrose vorgedrungen war, sein Trefferkonto nach klaren Torgelegenheiten hätte weiter aufstocken können, kam Eintracht mit dem 2:5 noch gut weg. Trainer Reinhard Löhnert störte es kaum, denn unmittelbar nach seinem 66. betrachtete er den Auswärtssieg als passendes Geburtstagspräsent seiner Mannschaft. Allerdings zog auch der kiebitzende FSV-Trainer Dirk Liedtke zufrieden von dannen, weil er offensichtlich genug vom MSV gesehen hatte, gegen den seine Dynamos am übernächsten Spieltag antreten müssen, wobei es für beide dann sicherlich um den Vize-Titel gehen wird.


W. Eger