Fußball / Kreisliga 08/09 / 25. Spieltag:

 

 

Frankfurt - Sportplatz Baumschulenweg - 06.05.2009 - 18.00 Uhr

 

Post SV Frankfurt - Müllroser SV 98  3:2 (0:0)
 

Post SV: Christian Labs - Thomas Sander, Enrico Kosterra (SF), Danny Knäbke, Stefan Haupt - David Baensch, Marco Müller, Enrico Genz, Ronny Horn - Patrick Dorenburg (85. Benjamin Genz), Till Schröder (65. Marian Petschik) ; Trainer: Uwe Wieland

 

Müllrose: Frank Zimmermann – Ferdinand Gruner - Danny Wühle, Lars Käbisch, Sven Meidel - Stefan Kuke, Steffen Graßnick (SF), Dennis Albinus (84. Matthias Helbing), Marko Blume - Christopher Sagert, Patrick Semmler ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick

 

Tore: 1:0 Marco Müller (64.), 2:0 Patrick Dorenburg (70.), 2:1 Patrick Semmler (72.), 3:1 Enrico Genz (77.), 3:2 Stefan Haupt (80./ET)

 

Assists: Steffen Graßnick (2:1), Sven Meidel (3:2)

 

Gelbe Karten: Marian Petschik, Danny Knäbke / Christopher Sagert, Steffen Graßnick

Rote Karte: Stefan Haupt (Post/89.) wegen groben Foulspiels

 

Schiri: Christian Musiol (Podelzig)

Assistenten: Gerald Held (Frankfurt), Eberhard Bellack (Frankfurt)

Zuschauer: 55
 

Fünf Tage nach der Endspielniederlage im Kreispokal mangelte es dem MSV 98 im Nachholespiel gegen den Tabellenzweiten keineswegs an der nötigen Motivation, zumal es wurmte, dass der letzte Sieg gegen die Postler mittlerweile drei Jahre her ist. Dementsprechend legten die Schlaubetaler, die allerdings mit Besetzungsproblemen aufliefen, kämpferisch los, so dass sich die favorisierten Gastgeber mit einem torlosen Pausenstand begnügen mussten. Darüber konnten sie froh sein, weil Schüsse von Graßnick (10.), Käbisch (16.) und Albinus (33.) um Haaresbreite die Müllroser Führung gebracht hätten. Zudem hatte Sagert die Kugel sogar über die Torlinie der Postler befördert (35.), aber just in diesem Moment ertönte aus unübersichtlichen Gründen ein Freistoßpfiff des Unparteiischen. Unmittelbar nach Wiederbeginn schien die Gästeführung dann aber fällig, denn der fleißige Semmler servierte dem heran stürzenden Sagert den Ball mit einem Querpass an den Torraum. Aber Müllroses oftmaligem Torschützen entwischte die Kugel dann doch bei dieser klaren Torgelegenheit (48.). Weil die Postler in der vom Niveau her jedoch nur durchschnittlichen Partie nicht zu zwingenden Chancen kamen -lediglich deren Mittelfeldakteur Marco Müller war nach Einschätzung von Post-Trainer Uwe Wieland der herausragende Akteur bei den Einheimischen- schien sich das Spiel auf ein Remis einzupegeln. Wie aus dem Nichts dann aber das 1:0 für Post, nachdem der völlig ungedeckte Müller knallhart abzog, und der Ball von der Lattenunterkante ins MSV-Gehäuse sprang (64.). Beim 2:0 durch Dorenburg reklamierte die MSV-Abwehr heftig, weil der Torschütze nicht ganz astrein zu Werke gegangen war (70.). Zwar traf der kleinste Akteur auf dem Spielfeld, Semmler, per Schrägschuss zum 2:1-Anschlusstreffer (72.), aber Post stellte durch einen Genz-Distanz-Freistoß den alten Abstand wieder her (3:1/77.). Daraufhin machte der MSV noch einmal gehörig Druck, in dessen Folge der Postler Haupt den Ball unfreiwillig zum erneuten Anschlusstreffer ins eigene Netz beförderte (3:2/80.). Aber auch die Dezimierung der Gastgeber - der Eigentorschütze flog nach rüdem Foul gegen den davonziehenden Graßnick mit Rot vom Platz (89.) - brachte für Müllrose nicht mehr das durchaus möglich gewesene Remis. MSV-Trainer Reinhard Löhnert: "Mit dem Resultat bin ich angesichts unserer Besetzungsprobleme nicht unzufrieden. Die kämpferische Leistung meiner Mannschaft stimmte".

 

Splitter:

 

Beim Pokalendspiel in Wiesenau war verkündet worden beziehungsweise es machte dann auch die Runde, dass Reinhard Löhnert, der am kommenden Sonntag 68 Jahre wird, am Saisonende das Traineramt, das er nunmehr über drei Spieljahre hinweg beim Müllroser SV inne hat, aufgeben würde. Dem ist nicht so. Denn auf Nachfrage am Rande des Nachholespiels der Müllroser bei Post Frankfurt sagte Löhnert, er verstehe nicht, dass so etwas verbreitet würde, denn er habe verlängert und werde ein weiteres Jahr Trainer der Müllroser Kreisligamannschaft bleiben. Zudem merkte er an, dass fest stünde, dass sich der MSV im Hinblick auf die neue Saison personell verstärken werde.

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Beim Tabellenzweiten Post SV 28 Frankfurt (O) ist man laut dessen Fußballabteilungsleiter Uwe Müller zuversichtlich, dass der Aufstieg zur Landesklasse doch noch erreicht werden könnte. Hintergrund dieser Hoffnungen ist, dass wahrscheinlich die fusionierenden Vereine FFC Viktoria 91 und SV Preußen Frankfurt nicht das Aufstiegsrecht des FFC Viktoria II wahrnehmen werden, weil man womöglich nicht mit drei Männermannschaften im Landesmaßstab spielen will. "Wir müssen abwarten, wie sich die Dinge hier in Frankfurt entwickeln", sagte Müller, "deshalb wollen wir unbedingt Tabellenzweiter bleiben".

 

WOLFGANG EGER