Fußball / Kreisliga / 21. Spieltag:

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg - 31.03.2007 - 15.00 Uhr

 

Müllroser SV 98 - SV Eintracht Frankfurt  1:2 (0:2)
 

Müllrose: Marko Hinz - Sebastian Bertram, Christopher Fuhrmann, Ronny Schulze, Carsten Luka - Steve Symonowicz (71. Lars Käbisch), Ferdinand Gruner, Sven Meidel - Steffen Graßnick - Dennis Albinus, Paul Herrmann (SF); Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick
 

Tore: 0:1 Björn Koch (4.), 0:2 Norman Koch (23.), 1:2 Paul Herrmann (81.)

Schiri: Andreas Baron (Eisenhüttenstadt)

Zuschauer: 121
 

Zuschauersaisonrekord in Müllrose, aber Freudentänze nach dem Abpfiff vollführten die Frankfurter. Zurecht, denn der Spitzenreiter ließ sich auch vom Tabellenzweiten nicht rupfen, bleibt weiter ohne Niederlage und steuert nun mit 15 beziehungsweise 16 Punkten Vorsprung und bei einem Toreplus von 66 Treffern vor seinen drei Verfolgern der Meisterschaft und dem Landesklassenaufstieg entgegen. Zwar stehen noch neun Punktspielrunden für die vier vorn Platzierten aus, aber die vom früheren Vorstopper des ehemaligen DDR-Oberligisten FC Vorwärts, Uwe Woyde, trainierte Mannschaft hinterließ bei ihrem achtzehnten Saisonsieg überhaupt nicht den Eindruck, dass sie sich von ihrem Erfolgskurs noch abbringen lassen könnte. Die fünfte Saisonniederlage für die Müllroser wurde frühzeitig eingeläutet, denn nach dem ersten Eckstoß für die Gäste traf Björn Koch ziemlich mühelos zum 0:1 (4.), weil die hierbei schlecht postierte MSV-Abwehr zusah anstatt energisch dazwischenzugehen. Hinzu kam, dass Steffen Graßnick wenig später den möglichen Ausgleichstreffer nicht schaffte, weil er innerhalb einer Minute zunächst zu umständlich vorm Gäste-Tor agierte, dann strafstoßreif gefoult wurde, und -wieder aufgerappelt- die Kugel aus der Nahdistanz an den linken Pfosten setzte (15.). Welch vertane Chance. Auch als Paul Herrmann seinem ständigen "Schatten" Boschan mal entwischt war, beförderte er nach Graßnicks genauer Vorarbeit den Ball aussichtsreich über die Querstange anstatt ihn einzunicken (21.) Hingegen fackelte auf der Gegenseite der aufgerückte Norman Koch nicht lange, denn er zog im Vorwärtsgang aus gut 25 m Torentfernung ab, und traf mit einem Sonntagsschuss ins entlegene obere Eck des MSV-Tores zum 0:2 (23.) -ein Prachttreffer. Eine Vorentscheidung war damit gefallen. Eintracht kontrollierte fortan das Spiel, mit ihren meist hoch nach vorn geschlagenen Bällen erreichten die Gastgeber keine nennenswerte Wirkung gegen die kopfballstarke Gäste-Abwehr. Und als dann Eintracht-Keeper Richter einen Graßnick-Flachschuss mal prallen ließ, kam Herrmann beim Nachsetzen die berühmte Sekunde zu spät (44.). Nach dem Wechsel musste der MSV 98 immer auf der Hut sein, dass Eintracht nicht noch weiter davonzog, zumal sogar gleich zweimal der Innenpfosten und die Latte halfen, als Preikschardt und Krüger knallhart abzogen. Als aber in der 81. Spielminute nach genauem Graßnick-Zuspiel "Paule" Herrmann mit seinem 35. Saisontreffer noch den 1:2-Anschluss geschafft hatte, ging es endlich turbulent vor dem Eintracht-Gehäuse zu, denn auch MSV-Keeper Marko Hinz stürzte sich mit ins Spielergewimmel. Aber der ambitionierte Oder-Neiße-Meister brachte trotz letzten Aufbegehrens der Müllroser seinen knappen Auswärtssieg über die Zeit.
MSV-Trainer Reinhard Löhnert: "Natürlich wollten wir gewinnen, und wenn uns gleich nach dem schnellen Rückstand der möglich gewesene Ausgleich gelungen wäre, hätte das Spiel sicherlich einen anderen Verlauf genommen. Aber insgesamt war Eintracht heute um ein Quäntchen das bessere Team, jedoch selbst ein Sieg von uns hätte die Ausgangslage nicht verändert".
Eintracht-Trainer Uwe Woyde: "Das Format eines Spitzenspiels hatte die heutige Begegnung nicht, wohl auch, weil Müllrose nicht mit dem erwarteten Biss spielte. Meine Abwehr stand sicher, Herrmann und Albinus hatten wir gut unter Kontrolle. Aber ich bin mir bewusst, dass wir uns verstärken müssen, um dann in der Landesklasse mithalten zu können".

W.Eger