Fußball / Kreisliga / 20. Spieltag:

 

Markendorf - Sportplatz Apfelweg - 11.04.2007 - 18.00 Uhr

 

Markendorfer SV - Müllroser SV 98  2:6 (1:2)
 

Müllrose: Marko Hinz - Steve Symonowicz, Michael Jänisch, Christopher Fuhrmann. Carsten Luka - Steffen Graßnick (SF) - Lars Käbisch (76. Felix Neß), Ronny Schulze (83. David Pehle), Sven Meidel - Dennis Albinus, Ronny Müller; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick
 

Tore: 1:0 Stefan Eckert (24.), 1:1 Ronny Schulze (31.), 1:2 Christopher Fuhrmann (39.), 1:3 Steffen Graßnick (52.), 1:4 Ronny Müller (64./FE), 1:5 Dennis Albinus (86.), 1:6 Benjamin Kosa (89./ET), 2:6 Lars Gaudeck ( 90.+5)


Schiri:
Michael Thiele (Ziltendorf)
Zuschauer: 41
 

Trotz seiner bis dahin dürftigen Rückrundenausbeute (7 Punkte aus 6 Spielen) wollte der MSV 98 auch ohne Torjäger Paul Herrmann (Gelb-Sperre) nach viereinhalbwöchiger Pause ausgerechnet beim Pokalfinalisten endlich wieder einen Sieg landen. Dieses Vorhaben gelang überzeugend, wenngleich sich Markendorf schwächer als erwartet präsentierte. Zwar gerieten die Löhnert-Schützlinge zunächst mit 0:1 ins Hintertreffen (24.), nachdem auf der linken Abwehrseite Carsten Luka und Steffen Graßnick gepatzt hatten. Aber schon unmittelbar vorher hatte Sven Meidel mit einem Knaller signalisiert, dass mit der Müllroser Offensive wieder zu rechnen sein würde. Und so kam es dann auch. Der diesmal hinter den Angriffsspitzen aufgebotene Routinier Ronny Schulze -sonst stets Innenverteidiger in der Viererabwehrkette- schloss einen sehenswerten Angriff über mehrere Stationen per Kopf mit dem 1:1-Ausgleichstreffer ab (31.). Und nur acht Minuten später besorgte der aufgerückte Christopher Fuhrmann die 2:1-Pausenführung für den Tabellenzweiten, indem er -ebenfalls per Kopf- den Ball im Anschluss an einen Graßnick-Freistoß ins Markendorfer Gehäuse beförderte (39.). Damit waren die Gastgeber gut bedient, denn sowohl Michael Käbisch als auch Dennis Albinus besaßen gute Einschussmöglichkeiten, währenddessen die Torschüsse der Einheimischen meistens in den Fangnetzen hinter dem Marko-Hinz-Kasten landeten. Nach dem Wechsel drehten die Müllroser weiter auf. Käbisch und der gut aufgelegte Schulze bereiteten das 1:3 von Graßnick vor (52.). Als dann der drangvolle Albinus im Strafraum vom oftmals unsicheren Markendorfer Schlussmann Scholz gelegt wurde, verhängte der Unparteiische -allerdings erst nach Rücksprache mit seinem Assistenten Rolf Richter (Diehlo)- einen Foulelfmeter, den Ronny Müller platziert zum 1:4 verwandelte (64.). Albinus nutzte dann wenigstens eine seiner klaren Chancen zum 1:5 (86.), und der eingewechselte Markendorfer Kosa leistete schließlich für die Müllroser auch noch Schützenhilfe, indem er einen straffen Müller-Eckstoß zum 1:6 ins eigene Tore lenkte (89.), bevor in der langen Nachspielzeit und heraufziehenden Abenddämmerung der eingewechselte Gaudeck zum 2:6-Endstand verkürzen konnte. Damit gab es wie in der Hinrunde zwar wieder acht Tore, aber seinerzeit bewegte sich das Spiel wegen grober Markendorfer Undiszipliniertheiten am Rande eines Spielabbruchs, diesmal jedoch brauchte der Schiri vergleichsweise weitaus weniger seine Karten zu zücken (Gelbe: Markendorf 4; Müllrose 0). MSV-Trainer Reinhard Löhnert: "Wir hatten Markendorf im Pokalhalbfinale gegen Dynamo unter die Lupe genommen, und wussten dadurch, wie wir sie auch ohne Herrmann bezwingen können. Diese Rechnung ging völlig auf".

W. Eger