Landesklasse Ost 11/12 / 18. Spieltag

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg - 10.03.2012 - 15:00 Uhr

 

         
  Müllroser SV 98 vs. SG Phönix Wildau 2:4 (1:1)    
         
 

Müllrose: Adolf Kampioni - Christopher Fuhrmann - Malte Berg (24. Eric-Gordan Kirchhoff), Martin Schuster (59. Marc Wiedemann), Oliver Müller, Ferdinand Gruner - Christopher Sagert - Björn Koch, Steffen Graßnick, Sebastian Tiedge (56. Max Herrmann) - Paul Herrmann (SF) ; Trainer: Ronny Schulze; Co-Trainer: Michael Jänisch; Betreuer: Klaus Graßnick

 

Wildau: Sebastian Dix - Nico Ertel, Martin Brandt, Sebastian Nickel, David Goltz - Tobias Hörandel, Andre Dietzmann, Marcel Glas - Björn Müller (SF) (76. Julian Ludewig) - Steve Neumann (82. Falco Gladrow), Marc Vigansky ; Trainer: Ulli Prüfke; Co-Trainer: Bernd Strehl; Betreuer: Hans-Peter Milde

 

 

 

Tore: 1:0 Paul Herrmann (3.), 1:1 Steve Neumann (8.), 1:2 Björn Müller (47.), 1:3, 1:4 Marc Vigansky (49./FE, 53./FE), 2:4 Paul Herrmann (85./Kopfball)

 

Assists: Christopher Fuhrmann (1:0), Steffen Graßnick (Eckball/2:4)

 

Ecken: 7:5

 

Gelbe Karten: Eric-Gordan Kirchhoff (34./Unsportlichkeit), Christopher Fuhrmann (52./Foulspiel), Paul Herrmann (66./Meckern), Björn Koch (69./Foulspiel) / Steve Neumann (27./Unsportlichkeit), David Goltz (32./Foulspiel)

 

Schiri: Florian Stracke (Briesen)

Assistenten: Philipp Schmiedchen (Cottbus), Sascha Kraus (Cottbus)

Zuschauer: 50
 

Mit einer enttäuschenden 2:4 Heimniederlage gegen Mitaufsteiger Wildau rutscht der Müllroser SV auf den vorletzten Tabellenrang und minimiert so den Wert des fulminanten 6:0 Auftakterfolges in Wiesenau deutlich. Müllrose mit gutem Auftakt. In der 3. Minute weiter Ball von Libero Fuhrmann in den Wildauer Strafraum, Paul Herrmann nutzt den Fehler der Wildauer Abwehr, umkurvt Torhüter Dix und schiebt zum 1:0 ein. Doch bereits 5 Minuten später gleicht Phönix durch Neumann aus, vorausgegangen ein Fehlpass von Christopher Sagert im Müllroser Mittelfeld (8.) Mit dem Gegentor verliert der MSV zunächst einmal völlig den Spielfaden, die Gäste aus Dahme-Spreewald kontrollieren die Begegnung. Vor allem der schnelle Steve Neumann stellt die Müllroser Abwehr ein ums andere Mal vor Probleme. Die Schlaubetaler gewähren den Wildauern insbesondere im Mittelfeld viel zu viel Spielraum, haben in den Zweikämpfen zumeist das Nachsehen. Wildau kann aus der Überlegenheit zunächst kein Kapital schlagen, zum Ende der ersten Halbzeit fängt sich der MSV wieder. Es bleibt jedoch beim 1:1 Halbzeitstand, den Müllrose vor allem Torhüter Kampioni verdankt, der mit mehreren Paraden einen Rückstand zur Pause verhindern kann. Nach dem Wechsel macht Wildau innerhalb von 6 Minuten alles klar. Zunächst erzielt Björn Müller in der 47. Minuten unbedrängt von der Strafraumgrenze das 1:2. Nach Foul von Kirchhoff (48.) bzw. Fuhrmann (52.) entscheidet Schiri Stracke jeweils auf Foulstrafstoß, die Marc Vigansky sicher zum 1:3 (49.) und 1:4 (53.) verwandelt. Wildau mit 14 zugesprochenen Elfmetern in dieser Saison mit Abstand "Spitzenreiter" in dieser Wertung, der "Zweitplatzierte" Eintracht Frankfurt erhielt 7 Strafstöße. Beide Strafstöße in Müllrose berechtigt, das Zweikampfverhalten der Müllroser in diesen Situationen zu ungestüm. Kirchhoff zudem mit Glück, das Stracke ihn nicht mit der Ampelkarte vom Feld schickte. Anzurechnen sei den Müllrosern, das sie fortan trotz des klaren Rückstandes bis zu Schlusspfiff unermüdlich um eine Spielwende bemüht waren. Doch angetrieben von Steffen Graßnick und Ferdinand Gruner blieb es beim Kampf, spielerisch fand der MSV keine klare Linie mehr. Zum Unmut von Gästetrainer Prüfke ließ Wildau im Spiel nach Vorne deutlich nach, blieb aber gefährlich. Müllrose erarbeitete sich einige Torchancen, doch das 2:4 durch Paul Herrmann fiel erst in der 85. Minute, zu spät und lediglich nur Ergebniskosmetik. Am letztendlich verdientem Sieg der Gäste änderte der 20. Ligatreffer des in der Schlussphase gelb-rot gefährdeten Müllrosers nichts mehr. Für den MSV bleibt die Lage ernst, am nächste Samstag muss man in Neutrebbin punkten.

 

 

S. Zinke