Fußball / Kreisliga 08/09 / 17. Spieltag:

 

 

Frankfurt - Sportplatz Lichtenberger Strasse - 28.02.2009 - 14.00 Uhr

 

FSV West Frankfurt - Müllroser SV 98  4:3 (2:2)
 

West: Steven Fittinger – Andreas Kneiseler – Jan Pesch, Maik Pfeiffer (SF), Ricardo Rau – Mathias Schwefel, Steven Jönson, Daniel Gluba, Thomas Fink – David Kuß, David Birkholz ; Trainer Joachim Noack

 

Müllrose: Sven Thachenko – Przemyslaw Karczewski – Ferdinand Gruner, Steve Symonowicz, Michael Jänisch - Marko Blume, Sven Meidel, Steffen Graßnick (SF) - Christopher Sagert, Dennis Albinus - Christian Stirnat ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick

 

Tore: 1:0, 2:0 David Kuß (9., 12.), 2:1 Christopher Sagert (45.+1), 2:2 Christian Stirnat (45.+2), 3:2 David Birkholz (46.), 4:2 Thomas Fink (81.), 4:3 Dennis Albinus (83.)
 

Assists: Dennis Albinus (Flanke, 2:1), Dennis Albinus (Anspiel, 2:2), Sven Meidel (Anspiel, 4:3)

 

Ecken: 6:7

 

Gelbe Karten: Ferdinand Gruner, Sven Meidel, Christopher Sagert / Maik Pfeiffer, David Kuß

Rot: Christian Stirnat (Müllrose, 90.+3/Schiedsrichterbeleidigung)

 

Schiri: Gerd Hartwig (Eisenhüttenstadt)

Assistenten: Franka Hähnel (Frankfurt), Jens Assmann (Rießen)

Zuschauer: 30
 

Wie im Hinspiel am 23.08.2008 fielen 7 Tore. Doch während der MSV am 2. Spieltag beim 7:0 die Frankfurter regelrecht auseinander nahm, revanchierte sich West diesmal und fügte den Müllrosern eine bittere Niederlage zu. Auf dem relativ gut bespielbaren Hartplatz entwickelte sich von Beginn an ein völlig zerfahrenes Spiel. Schon nach wenigen Sekunden hätte Kuß das 1:0 erzielen können. Müllrose antwortet erst in der 7. Minute, Graßnick vergibt nach einem Freistoß überhastet. In der 9. Minute kann der erstmals in der I. Mannschaft eingesetzte Thachenko den Ball nicht festhalten, Kuß staubt zum 1:0 für den FSV West ab.  Das Spiel des MSV im Anschluss noch nicht richtig sortiert, Karczewski mit einer halbherzigen Abwehr an der Strafraumgrenze und Kuß nutzt eine erneute Unsicherheit Thachenkos zum 2:0 (12.). Das waren dann schon fast die Höhepunkte in der 1. Halbzeit, sieht man mal von einem Stirnat-Kopfball nach Ecke von Meidel ab (29.). Völlig überraschend daher die Müllroser Tore in der Nachspielzeit. Erst trifft Sagert (2:1, 45.+1), dann marschiert Stirnat mühelos durch die Abwehr der Gastgeber (2:2, 45.+2). Nach dem Wiederanpfiff sind keine 60 Sekunden vergangen, da nutzt Birkholz die sich wiederholenden Schwächen in der Hintermannschaft der Gäste und schiebt unbedrängt zum 3:2 ein. Von Müllrose im Spiel nach vorne nur wenig zu sehen. Karczewski kommt mit dem Platzverhältnissen überhaupt nicht zurecht und auch Steffen Graßnick kann dem Spiel seiner Mannschaft ungewohnt wenige Impulse geben. Der FSV West spritziger, in den Zweikämpfen bissiger und gedanklich schneller. Die Müllroser Spieler dagegen halbherzig und zögerlich. Folgerichtig ergeben sich die Torchancen nur für die Heimmannschaft. Birkholz vergibt freistehend (52.), Schwefel hämmert einen Freistoß an die Latte (69.), Symonowicz lenkt einen Ball fast in das eigene Tor, der Pfosten rettet (74.). Das 4:2 so nur eine Frage der Zeit. In der 81. Minute nutzt Fink endlich eine dieser Torchancen, nach Freistoß von Schwefel lässt Thachenko prallen und Fink reagiert gedankenschnell am langen Pfosten. 2 Minuten später erzielt Müllrose aus dem Nichts den 3:4 Anschluss durch Albinus, Meidel leistete die Vorarbeit. Zu spät erkennt der MSV seine Chance gegen die alles andere als sichere Abwehr des FSV. Fast scheint das Anrennen in der 88. Minute belohnt, doch Sagerts Ausgleichstor wird nicht gegeben. Assistent Assmann sah eine Behinderung des Frankfurter Torhüters, eine sicher strittige Entscheidung. Als Schiedsrichter Hartwig in der 93. Minute den Müllroser Stirnat wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung mit Rot vom Platz stellt und anschließend abpfeift, ist der völlig verpatzte Auftakt 2009 perfekt. Auch wenn zuletzt noch das Remis möglich war, die Müllroser Mannschaft präsentierte sich ohne Biss und Herz, es fehlten Alternativen von der Bank, individuelle Fehler taten ihr Übriges. Nur ein Testspiel hat der MSV in der Vorbereitungsphase absolviert und auch zu den Trainingseinheiten konnte Trainer Löhnert nur auf eine Handvoll Spieler zurückgreifen. Da ist dieser Auftritt beim FSV West fast schon erklärbar, sicher aber nicht zu entschuldigen.
 

S. Zinke