Fußball / Kreisliga / 16. Spieltag:

 

Guben OT Groß Breesen - Sportplatz Baumschulenweg - 09.12.2006 - 11.00 Uhr

 

BSV Guben Nord II - Müllroser SV 98  2:1 (1:1)
 

Müllrose: Marko Hinz - Sebastian Bertram, Ferdinand Gruner, Ronny Schulze, Carsten Luka - Christopher Fuhrmann - Steffen Graßnick, Sven Meidel, Michael Jänisch - Ronny Müller, Paul Herrmann (SF); Trainer Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick
 

Tore: 1:0 Christopher Ickert (34.), 1:1 Steffen Graßnick (35.), 2:1 Maik Kutschke (46.)


Schiri:
Hans-Jürgen Fettke (Eisenhüttenstadt)
Zuschauer: 20
 

In einem Verbandsliga-Vorspiel (Guben Nord - Ortrand), aber vor dem bisher dürftigsten Zuschauerzuspruch musste der Tabellenzweite nun zum Rückrundenauftakt seine dritte Saisonniederlage hinnehmen. Zwar war von vornherein überhaupt nicht damit zu rechnen, dass der MSV 98 den Kantersieg aus der Hinrunde (6:0) würde wiederholen können, zumal bei den Gastgebern die früheren EFCer Thomas Schwöbel (Libero) und Silvio Schade (Angriff) -beide inzwischen 39-jährig, aber immer noch auffällig- sowie Aufbaus ehemaliger Landesligaspieler Maik Kutschke (Mittelfeld) mitwirkten. Dieses Trio sorgte maßgeblich dafür, dass der MSV bei den Gubener Vorstädtern leer ausging. Letztlich entging Müllrose aber auch deshalb ein mögliches Remis, weil mit zwei Abwehrschnitzern Schützenhilfe für die Nord-Gubener geleistet wurde. Trotz der auf ihrer Homepage und im Programmheft kundgetanen Order "Gegen Müllrose hat unsere Zweite etwas gutzumachen und auszubügeln" kamen die Gubener Vorstädter anfangs nicht gleich zum Zuge, denn die Schlaubetaler waren es, die durch Paul Herrmann, Ronny Müller und Sven Meidel die ersten Einschussmöglichkeiten besaßen. Nach einer halben Stunde jedoch wuchtete Schade, in dessen Richtung Schwöbel zumeist seine gefährlichen Freistöße adressierte, die Kugel knapp über das MSV-Tor, und kurz darauf musste Schlussmann Marko Hinz einen kapitalen Schade-Knaller entschärfen. Ein Missverständnis und fehlende Entschlossenheit im eigenen Strafraum führte schließlich dazu, dass der Gubener Ickert die Kugel an Hinz vorbei ins MSV-Gehäuse spitzeln konnte (1:0/34.). Postwendend aber das 1:1, als Steffen Graßnick aus dem Anstoß heraus über die rechte Außenbahn davonzog, und nach einem Doppelpass mit Herrmann zum Halbzeitstand einklinken konnte (35.). Offensichtlich dann, dass sich die Müllroser beim Wiederbeginn gedanklich noch außerhalb des Spielfeldes befunden haben müssen, denn unmittelbar nach Fettkes Wiederanpfiff und obwohl die Müllroser den Anstoß ausführten, gerieten die Schlaubetaler erneut ins Hintertreffen, weil Kutschke aus 18 m Torentfernung ungestört einen viel zu lasch aus dem Strafraum beförderten Ball optimal erwischte, so dass die Kugel zum 2:1 im oberen Winkel des Hinz-Gehäuses einschlug. Diesem Rückstand rannten die Müllroser dann 44 Minuten erfolglos hinterher. "Zu wenig das alles gegen diese gutbesetzte Mannschaft", resümierte ein ziemlich deprimierter MSV-Trainer Reinhard Löhnert. Zurecht, denn selbst der Kreisligatorschützenbeste Herrmann kam -wenn auch in Dauerbewachung genommen- im zweiten Spielabschnitt zu keiner einzigen Einschusschance. Carsten Luka hingegen musste mit letztem Einsatz den Ball -Schade hatte wieder abgedrückt- gerade noch von der Torlinie schlagen, und wieder Schade aus Nahdistanz und auch Schwöbel mit Freistößen verfehlten äußerst knapp oder scheiterten an Hinz. Fazit: der Tabellenzweite präsentierte sich in Neiße-Nähe nicht als Aufstiegskandidat und verdarb sich damit selbst die Vorfreude auf die abendliche Weihnachtsfeier.

 

Anmerkungen: Als Einwechselspieler hielten sich bereit:
Stefan Pawlukojc, Pascal Liebig, David Pehle und Ersatztorwart Michael Zentner.
Löhnert ließ aber erstmals in dieser Saison seine Startelf durchspielen.

 

Gelb zückte der Unparteiische gegen die Müllroser Sven Meidel, Michael Jänisch und Ronny Müller
 

W.Eger