Fußball / Kreisliga / 14. Spieltag:

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg - 25.11.2006 - 13.30 Uhr

 

Müllroser SV 98 - SV Preußen Frankfurt II  3:3 (1:1)
 

Müllrose: Michael Zentner - Steffen Graßnick, Christopher Fuhrmann, Ronny Schulze, Ferdinand Gruner - Marco Möbius (68. Felix Neß) - Michael Jänisch, Sven Meidel - Ronny Müller - Sebastian Bertram (74. Patrick Semmler), Paul Herrmann (SF); Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick

 

Tore: 0:1 Steffen Hahn (19.), 1:1 Paul Herrmann (41.), 1:2 Martin Neumann (46.), 2:2 Christopher Fuhrmann (52.), 3:2 Paul Herrmann (78.), 3:3 André Ulrich (80./FE)
 

Schiri: Klaus Schneider (Guben Nord)

Zuschauer: 55
 

Scheinbar unbeeindruckt vom Vorwochendebakel beim FSV Dynamo ging der MSV 98 gegen die Frankfurter Preußen-Reserve vom Anpfiff weg sofort daran, um mit einem Heimsieg zumindest den zweiten Tabellenplatz zu behaupten. Zwei dicke Torgelegenheiten hatte auch umgehend der aus der MSV-Zweiten geholte fleißige Ronny Müller, aber beide Male meisterte Preußen-Keeper Berger dessen platzierte Schüsse (9./14.). Zudem lenkte Berger einen gefährlichen Kopfball von Paul Herrmann mit den Fingerspitzen gerade noch an die Lattenoberkante (12.). Die Müllroser Führung lag in der Luft. Stattdessen aber lagen die Schlaubetaler plötzlich mit 0:1 hinten, weil die MSV-Abwehr bei einem Hin-und-Her vor dem Zentner-Gehäuse den Ball nicht wegbekam, so dass Hahn aus dem Gewühl heraus zur Gästeführung einklinken konnte (19). Die Antwort des MSV auf diesen unerwarteten Rückstand blieb zunächst aus, weil Herrmann haarscharf eine gefährliche Graßnick-Eingabe verfehlte (21.), und auch weil dessen scharfer Flachschuss vom Preußen-Keeper entschärft wurde (37.). Nachdem dann aber ein Pfostenknaller der Preußen-Sturmspitze Neumann die Müllroser abermals geschreckt hatte (39.), raffte sich der Kreisligatorschützenbeste "Paule" Herrmann zu einem energischen Alleingang auf, um wenigstens erst einmal den 1:1-Pausenstand herauszuholen, was er auch schaffte (41.). Kaum aber, dass Trainer Löhnert seinen Schützlingen die Marschroute für den zweiten Spielabschnitt vorgegeben und der MSV wieder den Rasen betreten hatte, lagen die Einheimischen Sekunden nach Wiederanpfiff erneut zurück (1:2/46.). Pfostenschütze Neumann, neben den beiden Manndeckern T. Steinmetzer und Scholz auffälligster Preuße, hatte diesmal genauer gezielt. Nachdem der aufgerückte Innenverteidiger Christopher Fuhrmann im Anschluss an eine der vielen MSV-Eckstöße den Ball im Liegen zum 2:2 über die Frankfurter Torlinie bugsiert (52.), der eingewechselte Felix Neß einen "Riesen" vergeben (76.), und Kapitän Herrmann ebenfalls nach einem Eckstoß mit seinem nunmehr 27. Saisontreffer den Tabellenzweiten mit 3:2 zum ersten Mal in Führung gebracht hatte (78.), befand sich der MSV auf der Siegerstraße. Aber aus dem elften Saisonsieg wurde nichts, weil der Gubener Schiedsrichter, der schon bis dahin mit einem seltsamen Maß beim Zücken der Gelben Karte aufwartete, plötzlich einen "Foul"strafstoß gegen den MSV verhängte, nachdem sich der eingewechselte Stabenow im MSV-Strafraum fallen ließ als er an Außenverteidiger Ferdinand Gruner bereits vorbei war. Die Müllroser Seite war darüber ungemein aufgebracht, zumal Ulrich vom Punkt zum 3:3 traf (80.). Anschließende Hektik, weil nun mit der Brechstange der entgangene Heimsieg gegen die mit "Mann und Maus" verteidigenden Frankfurter noch aus dem Feuer gerissen werden sollte, prägten die Schlussminuten. Schließlich jubelten die Preußen (Bernd Steinmetzer: "Wir sind überglücklich. Eine große Leistung meiner Mannschaft, auch wenn man den Elfer nicht hätte geben müssen"). MSV-Coach Reinhard Löhnert hingegen war gelassener: "Enttäuscht bin ich nicht, auch wenn meine einsatzstarke Mannschaft Tore nach zwei Abwehrfehlern und einem Schiri-Geschenk zu schlucken hatte".
 

W.Eger