Fußball / Kreisliga / 11. Spieltag:

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg  - 04.11.2006 - 14.00 Uhr

 

Müllroser SV 98 - SG Eintracht Groß Gastrose  3:1 (1:0)
 

Müllrose: Marko Hinz - Steffen Graßnick, Christopher Fuhrmann, Ronny Schulze, Carsten Luka - Sven Meidel, Marco Möbius, Michael Jänisch (71. Stefan Pawlukojc) - Paul Herrmann (SF) - Sebastian Bertram, Steve Symonowicz (49. Christopher Sagert); Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick

 

Tore: 1:0 Christopher Fuhrmann (41.), 1:1 Sebastian Klein (55.), 2:1 Paul Herrmann (65.), 3:1 Paul Herrmann (89.)
 

Schiri: Detlef Bramburger (Frankfurt/O.)

Zuschauer: 40
 

Vom Tabellenstand her schien für den Spitzenreiter diese Heimpartie von vornherein eine klare Angelegenheit zu sein. Aber der Dreizehnte stemmte sich vom Anpfiff weg recht achtbar gegen seine siebente Saisonniederlage, so dass der MSV 98 zumindest im ersten Spielabschnitt nicht in die Erfolgsspur kam. Zwar hatte nach einem Grundlinienpass von Paul Herrmann dessen Mitangreifer Sebastian Bertram eine dicke Gelegenheit für den Führungstreffer (5.), aber die Abwehr-Viererkette der Gastgeber bekam mehrfach ordentlich zu tun, wenn die sehr schnellen O. Schulz und Klein auf das Hinz-Gehäuse loszogen. Zudem wäre dort um Haaresbreite fast ein Rietschel-Freistoß eingeschlagen (21.). Nachdem später Gäste-Keeper Kühn einen gefährlichen Freistoß von Sven Meidel aus seinem linken oberen Toreck geholt hatte (31.), Bertram trotz zwei günstiger Gelegenheiten nicht traf, und die Gastroser Lehmann und Herzog jeweils die Gelbe kassierten, nachdem sie nacheinander Herrmann umgesäbelt hatten, schaffte der aufgerückte MSV-Innenverteidiger Christopher Fuhrmann im Anschluss an eine Jänisch-Ecke per wuchtigem Kopfball wenigstens die 1:0-Halbzeitführung (41.). Aber die flotten Rhythmen, die Stadionsprecher Kurt Schulze zur Pausenunterhaltung über die Lautsprecher ertönen ließ, waren noch nicht allzulange verklungen, da gab es für die Müllroser Seite erst einmal einen Dämpfer und rundum bei den Zuschauern -unter ihnen auch Bürgermeister Werner Karrasch- deshalb betretene Gesichter, denn ein Missverständnis zwischen Hinz, Luka und Bertram begünstigte, dass urplötzlich der Gastroser Angreifer Klein frei Bahn hatte und dadurch ziemlich mühelos zum 1:1-Ausgleich einklinken konnte (55.). MSV-Trainer Reinhard Löhnert dazu: "Dieser Gegentreffer kam einem Eigentor gleich". Nun witterten die Gastroser förmlich Morgenluft und das Spiel zog vor allem kämpferisch an. Gäste-Kapitän Priel war in dieser Phase der dritte Gastroser, der wegen eines derben Fouls an MSV-Spielführer Herrmann die Gelbe kassierte. Aber der Kreisliga-Torschützenbeste ließ sich dennoch nicht davon abhalten, mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze seine Mannschaft wieder in Führung zu bringen (2:1/65.), und obendrein in den letzten Spielsekunden durch einen an der Mittellinie begonnenen Alleingang mit Saisontreffer Nummer 24 den 3:1-Heimsieg für den Tabellenführer zu besorgen. Bedauerlich jedoch, dass sich der Gastroser Torschütze Sebastian Klein ohne gegnerische Einwirkung eine offensichtlich schwerwiegende Knieverletzung zuzog ((83.), so dass er durch den Krankentransport ins Klinikum Markendorf gebracht werden musste.
 

W. Eger