Fußball / Kreisliga 08/09 / 9. Spieltag:

 

 

Groß Gastrose - Sportplatz Siedlung 5 - 26.10.2008 - 14.00 Uhr

 

SG Eintracht Groß Gastrose - Müllroser SV 98  6:1 (3:0)
 

Müllrose: David Pehle - Fabian Damm, Lars Käbisch, Ronny Schulze, Ferdinand Gruner – , Marko Blume (54. Michael Jänisch), Przemyslaw Karczewski, Sven Meidel - Steffen Graßnick (SF), Christian Stirnat - Christopher Sagert ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick, Steve Augenreich

 

Tore: 1:0, 2:0,  3:0 Sven Hähnel (6., 19., 22.), 4:0 Oliver Schulz (48./FE), 4:1 Christian Stirnat (73.), 5:1, 6:1 Sven Hähnel (83., 86.)

 

besonderes Vorkommnis: Sven Meidel (Müllrose) schießt einen Foulstrafstoß an die Querlatte (62.)

 

Assists: Steffen Graßnick (Pass, 4:1)

 

Ecken: 4 (Gastrose) : 5 (MSV)

 

Gelbe Karten: Christopher Sagert / Sven Hähnel

 

Schiri: Bernhard Fiedler (Eisenhüttenstadt)

Assistenten: Sebastian Liepner (Eisenhüttenstadt), Harald Stegemann (Streichwitz)

Zuschauer: 52
 

Böse 1:6 Pleite für den Müllroser SV beim Gastspiel in Gastrose. Letztmalig gab es beim 4:7 gegen Preußen II (09.06.07) und beim 0:6 in Vogelsang (08.09.01) ähnlich hohe Niederlagen in einem Müllroser Auswärtsspiel  in der Kreisliga. Bereits in der 4. Minute musste Torhüter Pehle nach einem Eckball klären. In den folgenden 30 Minuten wurde die Müllroser Hintermannschaft förmlich überrannt und der Gastroser Sven Hähnel begann sein One-Man-Show. In der 6. Minute nutzt er nach Missverständnis zwischen Gruner und Käbisch ein Zuspiel von Priel und schiebt unbedrängt ein (1:0). In der 19. Minute vernascht er Käbisch mit einer Finte und zieht aus 16 Metern trocken ab (2:0). Ein Ballverlust von Stirnat im Mittelfeld bringt Hähnel in Ballbesitz, bei seinem Schuss aus 20 Metern greift Pehle ins Leere und es steht 3:0 (22.). Von Sagerts zwischenzeitlicher Ausgleichschance in der 11. Minute zeigte sich Gastrose unbeeindruckt. Eintracht ließ es nach diesem Feuerwerk nun etwas ruhiger angehen, die Müllroser Abwehr fand besser ins Spiel. Doch nur ein Sagert-Schuss - den ein Gastroser von der eigenen Torlinie schlägt - bleibt bis zu Pausenpfiff zu vermelden (34.). Alle guten Vorsätze der Gäste aus Müllrose nach Wiederanpfiff ersticken mit dem Elfmeterpfiff für Gastrose in der 48. Minute. Die Entscheidung richtig, Blume spielte klares Foul im Strafraum. Oliver Schulz lässt sich die Chance nicht entgehen, es steht 4:0. Ein Debakel droht dem MSV. In der 54. Minute erlöst Trainer Löhnert Marko Blume mit der Einwechslung von Michael Jänisch. Somit nur noch der 55jährige Ersatztorwart Klaus Graßnick auf der Wechselbank. Der MSV gibt sich nicht völlig auf, kommt durch den freistehenden Sagert zu einer Riesenchance, der Angreifer hämmert den Ball aber über das Tor (60.). Nach Foul an Stirnat gibt es dann Strafstoß für den MSV. Passend zum Spiel setzt Meidel den Ball an die Unterkante der Querlatte (62.). Gastrose tut nur noch wenig für das Spiel, verwaltet den komfortablen Vorsprung. Kurios das Müllroser Ehrentor in der 73. Minute. Schiri Fiedler unterbricht nach Abseitsanzeige seines Assistenten Stegemann das Spiel mit einem Pfiff. Stegemann korrigiert richtigerweise seine Entscheidung, da der von Graßnick angespielte Stirnat nicht im Abseits stand. Auch Fiedler lässt das Spiel weiterlaufen, Stirnat nutzt die Konfusion und schiebt den Ball ein. Das Schiedsrichtertrio nicht nur in dieser Situation mit einer katastrophalen Leistung in der 2. Halbzeit. So ermöglicht ein ausbleibender Pfiff nach klarem Foulspiel an Gruner das 5:1 durch Hähnel in der 83. Minute. Nur 3 Minuten später das 5. Tor von Hähnel in diesem Spiel, bei seinem Schuss aufs kurze Eck macht Pehle erneut keine gute Figur. Der Pfosten verhindert in der 90. Minute das 7. Tor für Gastrose. Der MSV ließ sich in diesem Spiel teilweise vorführen, kam insbesondere in der ersten Halbzeit mit dem schnellen und körperbetonten Spiel der Gastgeber nicht zurecht. Unkonzentriertheit beim Abschluss (Meidel, Sagert), Überforderung (Karczewski, Blume) und Unsicherheit (Pehle) - kaum ein Müllroser konnte sein normales Leistungspotential in diesem Spiel abrufen. Die Niederlage folgerichtig und verdient. Am nächsten Samstag folgt das schwere Heimspiel gegen Post Frankfurt.

 

S. Zinke