Fußball / Kreisliga 07/08 / 6. Spieltag:

 

 

Wiesenau - Sportplatz - 06.10.2007 - 14.00 Uhr

 

SG Wiesenau 03 - Müllroser SV 98  2:2 (0:0)
 

Müllrose: Marko Hinz - Steffen Graßnick, Ferdinand Gruner, Ronny Schulze, Michael Jänisch - David Pehle (46. Patrick Semmler), Sven Meidel, Christopher Fuhrmann, Dennis Albinus - Sebastian Bertram (85. Stefan Krüger), Paul Herrmann (SF) ; Trainer: Reinhard Löhnert; Betreuer: Klaus Graßnick
 

Tore: 0:1 Paul Herrmann (50.), 1:1  Julian Bretzmann (79.), 1:2 Paul Herrmann (82.), 2:2 Mirko Triebke (90./FE)

 

Assists: Sven Meidel (Eckball, 0:1), Steffen Graßnick (Pass, 1:2)

 

Gelbe Karten: Paul Herrmann, Michael Jänisch, Patrick Semmler, Sebastian Bertram /  -
Rote Karte: Piotr Marycki (Wiesenau, 47./Notbremse)

 

Schiri: Waldemar Musiol (Podelzig)

Assistenten: Hartmut Lehmann (Lebus), Michel Rieckmann (Groß Lindow)

Zuschauer: 72
 

Nach fast 18 Jahren Pause trafen am Samstag die I. Mannschaften von Wiesenau und Müllrose in einem Pflichtspiel wieder aufeinander. Mag das erreichte 2:2 (0:0) Unentschieden auf den ersten Blick wie ein Erfolg des MSV aussehen, so muss man nach dem Spielverlauf dieses Ergebnis als schmerzhaften und unnötigen Punktverlust einstufen. Wiesenau legte los wie die Feuerwehr. Bereits nach 30 Sekunden muss Torhüter Marko Hinz klären. Der letztjährige Absteiger der Landesklasse Ost bestimmt das Spiel und drängt den MSV immer wieder tief in dessen Hälfte. Erst in der 14. Minute die erste Chance der Müllroser durch einen Schuss von Paul Herrmann. Mit der Zeit kann sich der MSV etwas lösen und kommt besser in das Spiel ohne es zu bestimmen. Auch Wiesenau verliert den Anfangsschwung und so findet das Spiel im wesentlichen zwischen den Strafräumen statt. Zur Pause 0:0, alles scheint möglich. Nach dem Seitenwechsel ersetzt der zuletzt überzeugende Patrick Semmler David Pehle, der auf der rechten Mittelfeldseite im defensiven Bereich eine recht anständige Leistung bot. Doch im Spiel nach vorne passierte zu wenig, Semmler soll auch Entlastung für den bis dahin gut abgeschirmten Herrmann bringen. Und das zeigt recht schnell Wirkung. Keine 2 Minuten sind gespielt und Herrmann kann auf dem Weg zum Tor nur durch Notbremse an der Strafraumgrenze gestoppt werden. Rot für den Wiesenauer Marycki. Der anschließende Freistoß in aussichtsreicher Position wird dann aber kläglich vergeben. Wiesenau kurzzeitig in der Deckung unsortiert. Paul Herrmann nutzt dies nach einer Ecke von Sven Meidel und erzielt mit dem Kopf die 1:0 Führung (50.). Mit der Führung im Rücken und der numerischen Überlegenheit sollte es sich nun befreit aufspielen lassen. Unerklärlicherweise - oder gerade deswegen - lässt sich die Mannschaft vom Gastgeber immer wieder tief in die eigene Hälfte drängen. Wiesenau stürmt immer wieder an und in den Strafraum, will Standtardsituationen schaffen. Doch es ergeben sich auch Kontermöglichkeiten für den MSV. Die aussichtsreichste vergibt Semmler in der 64. Minute. Den Torhüter schon ausgespielt, schießt er einen auf der Linie stehenden Spieler an, anstatt zum freistehenden Mitspieler zu passen. Dies wäre sicher der KO für Wiesenau gewesen. Das Müllroser Mittelfeld scheint in den folgenden Minuten de facto nicht zu existieren, befindet sich im Abwehrkampf am eigenen Strafraum. Auf dem engen Platz gelingt es Wiesenau, fast die gesamte Müllroser Mannschaft am eigenen 16er zusammenzuziehen. Minutenlang schafft es der MSV nicht, den Ball aus der eigenen Hälfte zu schlagen. Folgerichtig der verdiente Ausgleich für die 03er durch Julian Bretzmann in der 82. Minute. Doch Müllrose kommt noch einmal zurück. Feiner Pass von Steffen Graßnick und Paul Herrmann mit Saisontreffer Nr. 8 zum 2:1 (83.). Das sollte es gewesen sein. In der 90. Minute ein letzter Angriff von Wiesenau. Ein Wiesenauer Spieler kreuzt geschickt im Strafraum vor Ferdinand Gruner und fällt - Strafstoß. Nicht der Pfiff von Schiri Musiol ist hier zu kritisieren, sondern der Fakt, das es der MSV zu dieser Spielsituation kommen ließ. Zu offensichtlich, das die Gastgeber in der 2. Halbzeit immer wieder die Standards am Strafraum suchten. Marko Hinz ahnt zwar die Ecke, ist aber machtlos. 2:2 am Ende, am Spielverlauf gemessen ein ärgerlicher Punktverlust für den Müllroser SV.

 

S. Zinke