Fußball / Kreisliga / 6. Spieltag:

 

Frankfurt - Sportstätte Buschmühlenweg - 30.09.2006 - 15.00 Uhr

 

SV Eintracht Frankfurt - Müllroser SV 98  1:1 (0:1)
 

Müllrose: Marko Hinz - Sebastian Bertram, Ronny Schulze, Steve Symonowicz (46. Michael Jänisch), Carsten Luka (46. Christopher Fuhrmann) - Sven Meidel, Ferdinand Gruner - Steffen Graßnick, Marcel Molus (SF) - Paul Herrmann, Petrick Semmler (63. Christian Stirnat); Trainer: i.V. Dieter Hartung; Betreuer: Klaus Graßnick
 

Tore: 0:1 Paul Herrmann (29.), 1:1 Christopher Krüger (70.)
 

Schiri: Detlef Bramburger (Frankfurt/O)

Zuschauer: 90
 

Der Spitzenreiter ließ sich auch vom bisherigen Tabellendritten nicht entthronen, aber er musste sich erstmals in dieser Saison mit einem Remis begnügen. Anfangs sah es jedoch nicht einmal danach aus, weil Eintracht eindeutige Feldvorteile besaß, den MSV 98 in dessen Hälfte zurückdrängte und mehrere gute Einschussmöglichkeiten herausholte. Aber das vom Löhnert-Vertreter Dieter Hartung vorgegebene Defensivkonzept funktionierte. Überdies war Routinier Marko Hinz im MSV-Gehäuse ein starker Rückhalt, so als er eine klare Torgelegenheit von Philipp zunichte machte (11.), und als er eine gefährliche Eingabe mit einer akrobatischen Flugeinlage wegfaustete (12.). Er hatte allerdings das Glüvck des Tüchtigen, nachdem Krüger die MSV-Abwehr umkurvt hatte, aber freistehend den Ball neben das Tor der 98er setzte (16.). Vom Angriff des Tabellenführers war fast eine halbe Stunde so gut wie nichts zusehen, weil die langen Bälle in die Spitze zumeist bei den Eintrachtlern landeten. Dann aber wurde die Frankfurter Abwehr durch einen aufsetzenden Diagonalpass  von Ferdinand Gruner überrascht, den sich Paul Herrmann erspurtete. Mit einem Flachschuss, seinem elften Saisontor, besorgte er die 0:1-Gästeführung (29.). Zwar kam der MSV erst spät zum ersten Eckstoß (34.), aber Kapitän Marcel Molus hätte um Haaresbreite per Kopfball fast noch die Müllroser Führung ausgebaut (44.). Unmittelbar nach Wiederbeginn helle Aufregung auf Müllroser Seite, weil der Frankfurter Schiri, der sich häufig den Unmut der rund 50 Gästefans zuzog, auf die Strafstoßmarke zeigte. Aber Rückgrat bewies hier dessen junger Assistent Jurkutat, der seine Fahne wegen eines vorangegangenen Ausballs stehen ließ, so dass die Elfer-Entscheidung zurückgenommen und richtiger Weise auf Abstoß entschieden wurde (47.). Als es im Verlaufe des zweiten Spielabschnitts zunehmend danach aussah, dass der MSV 98 zum  sechsten Saisonsieg kommen könnte, verstolperte Sven Meidel im eigenen Strafraum den Ball, den er hätte wegschlagen müssen, so dass Krüger die Kugel ziemlich glücklich vor seine Füße bekam, die er aus Nahdistanz zum 1:1 eindrosch (70.). Letztlich war es ein gerechtes Remis (die Gäste jubelten beim Abpfiff), allerdings in einer Partie, die in spielerischer Hinsicht nicht das Format eines Spitzenspiels aufwies. Dieter Hartung (vertretungsweise MSV-Coach): "Unser taktisches Konzept ging auf, weil meine Mannschaft kompakt auftrat und kämpferisch auftrumpfte".
 

W. Eger